
Im Quarks Daily Podcast „Stromfresser KI?“ wird der Energieverbrauch von KI-Anfragen wie ChatGPT unter die Lupe genommen – und das ist für alle spannend, die im MICE- und Tourismussektor mit digitalen Tools arbeiten. Denn: Eine einzelne ChatGPT-Anfrage verbraucht im Schnitt 2,9 Wattstunden Strom, während eine Google-Suche mit 0,3 Wattstunden auskommt – also etwa das Zehnfache.
Hochgerechnet auf Millionen täglicher Anfragen ergibt das einen Strombedarf, der mit dem Jahresverbrauch kleiner Städte vergleichbar ist. Der CO₂-Ausstoß pro ChatGPT-Anfrage liegt bei etwa 0,2 bis 0,5 Gramm CO₂-Äquivalent – das klingt wenig, summiert sich aber schnell. Im Podcast wird das bildlich mit einer Autofahrt verglichen: 1.000 ChatGPT-Anfragen entsprechen etwa einem Kilometer Fahrt mit einem durchschnittlichen PKW.
Die Hardware spielt dabei eine große Rolle: KI-Modelle laufen auf Hochleistungs-Grafikkarten in Rechenzentren, die nicht nur viel Strom für Rechenleistung, sondern auch für Kühlung benötigen. Besonders energieintensiv sind Trainingsphasen, die laut Studien mehrere Tonnen CO₂ verursachen können. Rechenzentren in kälteren Regionen wie Schweden oder Norwegen sind hier im Vorteil – sie benötigen weniger Kühlung und nutzen oft nahezu 100 % grünen Strom.
Und jetzt? Zukunftsszenarien für grünere KI:
- KI-Modelle werden effizienter – kleinere Modelle für einfache Aufgaben könnten den Stromverbrauch drastisch senken.
- Rechenzentren setzen zunehmend auf grüne Energie und smarte Kühlung.
- KI hilft beim Klimaschutz: z. B. durch Optimierung von Energieverbräuchen und Stromnetzen oder auch Entwicklung neuer Materialien.
Für dich als Akteur in der MICE- und Tourismus-Industrie heißt das: Wenn du ChatGPT nutzt – z. B. für Texte, Kundenservice oder Planung – denk den Energieaspekt mit. Nutze KI bewusst, bündle Anfragen, setze auf Anbieter mit Ökostrom und prüfe, ob du für einfache Aufgaben nicht doch die klassische Google-Suche nimmst.
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Bilder: unsplash – Tim van der Kuip (Text) & Marija Zaric (Titel)

